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Heizöl EL schwefelarm
Schwefelarmes Heizöl - ein Gewinn für die Umwelt
Heizöl EL schwefelarm ist eine relativ neue Heizölsorte. Neben dem äußerst geringen Schwefelgehalt zeichnet es sich durch eine sehr saubere und nahezu rückstandsfreie Verbrennung aus. Es gewährleistet eine konstant hohe Energieausnutzung und senkt daher den Heizölverbrauch. Zugleich verringert es den Wartungsaufwand von Kessel und Brenner. Und „schwefelarmes Heizöl ist umweltschonender als das herkömmliche“, betont die Stiftung Warentest (Sonderheft „Energie“ 2008, Seite 65).
Der Schwefelgehalt darf höchstens 50 Milligramm pro Kilogramm, also nur 0,005 Prozent betragen. Zum Vergleich: Standardheizöl darf bis zu 1.000 Milligramm Schwefel pro Kilogramm Heizöl enthalten.
HEL schwefelarm wird Standardbrennstoff
Das schwefelarme Heizöl wird mittelfristig zum Standardbrennstoff für Ölheizungen in Deutschland werden. Das liegt nicht nur an seinen vorteilhaften Eigenschaften, sondern auch an der geringeren Mineralölsteuer. Seit 1. Januar 2009 liegt der Mineralölsteuersatz für schwefelarmes Heizöl um 1,5 Cent pro Liter unter dem des klassischen Heizöls.
Die Begründung lieferte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Schwefelarmes Heizöl ist in jedem Fall ein Gewinn für die Umwelt. Es ist aber auch die Voraussetzung für die Verbreitung der umweltfreundlichen Brennwerttechnik bei Ölheizungen.“ Mit schwefelarmem Heizöl werden zudem der Verbrauch verringert und die Schadstoffemissionen deutlich reduziert.
Verwendung in allen Geräten ausdrücklich empfohlen
Heizöl EL schwefelarm ist ursprünglich speziell für Öl-Brennwerttechnik entwickelt worden. Doch seine positiven Eigenschaften kommen genauso gut in konventionellen Heizkesseln zur Geltung. Deshalb sollte es in allen Ölheizungsanlagen verwendet werden. Schwefelarmes Heizöl verbrennt nahezu rückstandsfrei: links die Brennkammer eines neuen Heizkessels, rechts dieselbe Brennkammer nach einem einjährigen Betrieb mit schwefelarmem Heizöl.

Schwefelarmes Heizöl verbrennt nahezu rückstandsfrei: links die Brennkammer eines neuen Heizkessels, rechts dieselbe Brennkammer nach einem einjährigen Betrieb mit schwefelarmem Heizöl.
Umstellung auf Heizöl schwefelarm
Wer künftig seine Ölheizungsanlage mit schwefelarmem Heizöl betreiben möchte, braucht keine besonderen Vorkehrungen zu treffen. Experten empfehlen allerdings, vor dem erstmaligen Tanken den bisherigen Vorrat an Standardheizöl möglichst weit aufzubrauchen. Damit die Vorteile der sauberen Verbrennung und des damit verbundenen geringeren Verbrauchs optimal zur Geltung kommen, ist zudem vor der Umstellung eine Reinigung von Kessel und Brenner sinnvoll.
Ölheizungen, die ausschließlich mit HEL schwefelarm betrieben werden dürfen, werden mit einem grünen Füllrohrverschluss und einem grünen Aufkleber am Heizkessel oder Tank gekennzeichnet. So ist sichergestellt, dass kein Standardheizöl in diese Anlagen eingefüllt wird.
Schwefelarmes Heizöl, das der DIN 51603-1 entspricht,
ist für jede Ölheiztechnik geeignet.
verbrennt nahezu rückstandsfrei.
gewährleistet eine gleichbleibend hohe Energieausnutzung, und somit einen niedrigeren Heizölverbrauch.
reduziert den Wartungsaufwand und erhöht die Lebensdauer der Heizung.
hat einen Schwefelgehalt von maximal 50 Milligramm pro Kilogramm.
ist ein Brennstoff mit erhöhter Lager- und thermischer Stabilität für moderne Heiztechnik.
HEL schwefelarm ist überall in Deutschland erhältlich.
Quelle: IWO / Oelheizung.info

Berlin, 27.10.2006 BMU-Pressemitteilung Nr. 278/06
Bundestag für schwefelarmes Heizöl
Gabriel: Ölheizungen können jetzt effizienter werden
Heizöl wird zukünftig weniger Schwefel enthalten und damit die Einführung neuartiger umweltfreundlicherer Ölheizungen ermöglichen. Das haben die Koalitionsfraktionen am 26.10.2006 im Rahmen der abschließenden Beratung des Biokraftstoffquotengesetzes im Bundestag beschlossen. "Schwefelarmes Heizöl ist in jedem Fall ein Gewinn für die Umwelt. Es ist aber auch die Voraussetzung für die Einführung der umweltfreundlichen Brennwerttechnik bei Ölheizungen", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Die Initiative der Koalitionsfraktionen wird von der Mineralölwirtschaft unterstützt.
Die bislang nur bei Gasheizungen übliche Brennwerttechnik nutzt den Brennstoff wesentlich effizienter aus. Sie verursacht rund zehn Prozent weniger CO2-Emissionen als aktuelle Niedertemperaturkessel, im Vergleich zu älteren Ölkesseln betragen CO2-Minderung und Energieeinsparung bis zu 30 Prozent. Der neue schwefelarme Brennstoff kann auch in herkömmlichen Öl-Kesseln eingesetzt werden und verbrennt dort umweltfreundlicher.
Voraussetzung für die breite Markteinführung der Öl-Brennwerttechnik ist ein flächendeckendes Angebot von schwefelarmem Heizöl. Dies hat die Mineralölwirtschaft zum 1. Januar 2009 zugesagt. Um die Umstellung zu beschleunigen, wird zu diesem Zeitpunkt das weniger umweltfreundliche Heizöl der bisherigen Qualität mit einem Malus von 1,5 Eurocent pro Liter belegt, während der Steuersatz für die schwefelarme Sorte unverändert bleibt. Mit einer solchen Steuerspreizung wurde auch der Ersatz des schwefelhaltigen Diesels durch schwefelfreien Kraftstoff forciert.
Bis zum 1.1.2009 will die Mineralölwirtschaft die Umstellung auf schwefelarmes Heizöl bereits weitgehend vollzogen haben. Dazu wird sie sich noch in diesem Jahr in einer gemeinsamen Erklärung mit der Bundesregierung verpflichten. Die Bundesregierung wird im Gegenzug die Förderung der Öl-Brennwerttechnik im Rahmen der KfW-Programme zur energetischen Gebäudesanierung verstärken. Beteiligt sind auf Seiten der Wirtschaft der Mineralölwirtschaftsverband und die Interessengemeinschaft mittelständischer Mineralölverbände sowie das Institut für wirtschaftliche Ölheizung und der Gesamtverband des Deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels.
Quelle: www.bmu.de/pressemitteilungen
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Weitere Seiten zum Thema:
Brennwerttechnik
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